Die heutige Jugend – mit dem Handy in eine ungewisse Zukunft unterwegs

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Mit der heutigen Jugend, der Generation Z, sind die Geburtsjahrgänge zwischen 1995 und 2010 angesprochen.

Diese Generation hat aber gegen viele Vorurteile anzukämpfen. Zum Beispiel: sie  hängt  dauernd mit dem Handy ab, sie ist süchtig nach sozialen Medien, sie verweigert sich den Anforderungen des Lebens und ist dauernd psychisch krank.

In diesem, hoffentlich nicht als zu lang empfundenen Beitrag möchte ich mich mit zwei Aspekten beschäftigen, die für die Generation Z äußerst charakteristisch sind.

A. Erwachsenwerden – ein sehr schwieriger, verletzender Prozess

Die Pubertät ist für jede Generation ein vulnerabler Prozess. Ist sie doch eine Zeit, in der die Jugendlichen die Werte, Gesetze und Einstellungen aus der Welt der Erwachsenen übernehmen und verinnerlichen müssen, ob sie wollen oder nicht.

Durch diese schwierige Phase müssen aber alle hindurch. Nur diesmal ist es anders, da zwei einschneidende  Ereignisse die heutige Jugend prägten sowie weiterhin prägen.

Zum einen hat die Generation Z die Covid-19-Pandemie mit den vielen Einschränkungen und Verboten von Sozialkontakten gerade in der Zeit ihrer Ausbildung erlebt. Und zum anderen sind die Jugendlichen seit ihrer frühesten Kindheit mit dem Handy vertraut. Digitale Natives werden sie daher auch genannt.

Diese Generation muss sich aber ihren Platz in der Gesellschaft noch erkämpfen. Globale Krisen sowie eine schwächelnde Wirtschaft sind  massive Stolpersteine auf dem Weg dahin.

Die Ö3-Jugendstudie 2026 legt auch nahe, dass die heutige Jugend dafür denkbar schlecht gerüstet ist.

Beispiele dazu gefällig:

  • Sie beharrt auf eine klare Trennung zwischen Beruf und Freizeit.
  • An einem Aufgehen im Beruf ist  wahrlich nicht gedacht.
  • Und Familienleben, Freizeit sowie Hobbies haben Vorrang.

B. Machen soziale Medien krank?

Viele Jugendliche sind antriebslos (zumindest ein Drittel), die finanzielle Abhängigkeit von den Eltern (auch von den Großeltern mit ihren oftmals hohen Pensionen) nimmt zu und therapeutische Einrichtungen haben Hochkonjunktur.

In der neuesten COPSY-Studie, die Erhebungen werden seit 2020 vom Klinikum Hamburg laufend durchgeführt, wurde nachgewiesen, dass bereits jede/r vierte Jugendliche als psychisch auffällig einzustufen ist: Depressionen, Aggressionen, Suchtverhalten, Angstattacken usw..

Eine bereits 2018 in den USA durchgeführte Studie zeigte auch auf, dass sich bereits 37 Prozent dieser Altersgruppe, der Generation Z, in therapeutischer Betreuung befanden. 

Es ist die erste Generation, die solche Höchststände bezüglich psychischer Erkrankungen vorzuweisen hat.

Es gibt mehrere Erklärungen dafür: Es hat sich nämlich bereits ein Markt mit teuren Medikamenten und Spezialisten herausgebildet, die  gegen viel Geld alles behandeln. Zum anderen wird aber von den Jugendlichen oftmals jegliches seelische Unwohlsein als eine schwere psychische Erkrankung, die nach einer fachmännischen Behandlung ruft, eingestuft.

Dies alles entbindet aber nicht Handy, Internet und soziale Netze ob ihrer Verantwortung für die mentale Gesundheit der Jugendlichen.

Mehrere Studien zeichnen diesbezüglich ein düsteres Bild: Viele Jugendliche (vier von zehn) gaben an, dass sie bereits gewisse Inhalte in den sozialen Medien sahen, die sie sehr belasteten. Mehr als jede/r Fünfte wurde schon einmal im Netz gemobbt bzw. ausgegrenzt. Hinzukommen solche Scheußlichkeiten wie der Versand von Dick Picks-Bildern sowie Groomings an vor allem sehr junge Jugendliche.

Am schwerwiegendsten ist aber die soziale Kontrolle der Jugendlichen durch Jugendliche über die sozialen Netze zu werten. Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper kann zu einem Gefühl einer totalen Unzulänglichkeit führen. Die Folgen sind dann oftmals Magersucht oder sogar Selbstmord über hinterhältige Anweisungen aus dem Dark Net.

Maßnahmen dagegen sind schwer zu finden. Was vor allem nottut, ist daher die Stärkung der mentalen Gesundheit der Jugendlichen. Also: nicht Störungen behandeln lassen, sondern die Kinder und Jugendlichen fit für das Leben machen. Nicht ein allfälliges Scheitern ist zu beklagen, sondern Strategien für das danach, einem wieder Aufzustehen, zu entwickeln. 

Auf meine eingangs gestellte Frage, ob Handy, Internet oder soziale Medien psychisch krank machen, gibt es von der Wissenschaft keine eindeutige Antwort. Vermutlich hängt es aber vom Ausmaß ihrer Nutzung ab!  Wie bei jeder Sucht, bei der die Dosis das Gift ausmacht!  Dies meint Dr. Kurt Traar

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