Einmal Islam, immer Islam! Für König Abd al-Aziz ibn Saud, Schöpfer des Saudistaates, galt bezüglich der Gründung des Staates Israel im Jahr1948 Folgendes ohne Wenn und Aber – und zwar, dass die Juden die Araber bedrohen, dass sie bereits mit dem Propheten Mohammed einen Streit begonnen hätten, sodass er sie verfluchte und aus Medina fortjagte. Und der König fuhr fort: Wenn aber die Juden bei uns leben wollen, dann sind sie zwar als Gäste willkommen, müssen sich aber dementsprechend benehmen.
Dass aber die in Palästina eingewanderten Juden – die autochthon jüdischen Gläubigen werden nämlich als Kinder des Landes betrachtet – lediglich ein Touristenvisum besäßen, ist nicht nur in islamischen Ländern, sondern auch bei uns, im aufgeklärten Europa eine durchaus weit verbreitete irrige Ansicht.
Deckt sich dies aber auch mit der religiösen Wahrheit im Islam? Michael Wolffsohn, ein deutsch-jüdischer Historiker, Dozent und Publizist, hat den Koran hinsichtlich eines allfälligen islamischen Zionismus untersucht und wurde in sieben Suren fündig, in denen Allah den Kindern Israels eine dauerhafte Wohnung im Lande Kanaan zugesagt hat. Sie können aber seiner Gnade auch wieder verlustig gehen. Ein säkulares Israel – hier treffen sich dann HAMAS und ultraorthodoxe jüdische Kreise – wäre dann ein solches Verwirken, das eine Bestrafung Gottes nach sich zöge.
Der religiöse Konflikt in Palästina wird jedoch von einem nationalen überlagert, der aber erst ab 1967, nach einem neuerlich verlorenen Krieg arabischer Staaten gegen Israel, ungemein an Fahrt gewann.
Ein kurzer historischer Abriss einzelner Stationen vor 1967:
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1922 Übernahme des britischen Mandats über ganz Palästina.
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Einige Jahre zuvor kam es zum Sykes-Picot-Abkommen bezüglich der Aufteilung des Nahen Ostens zwischen Frankreich und Großbritannien sowie zur britischen Balfour-Erklärung, in der dem jüdischen Volk eine Heimstatt in Palästina versprochen wurde.
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1947 Teilung Palästinas durch die UNO, wobei den Palästinensern bei einem Bevölkerungsanteil von 70 Prozent lediglich 43 Prozent der Landfläche zugesprochen wurde.
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1948 erfolgte die Gründung des Staates Israel, die arabischen Staaten lehnten aber den Teilungsplan der UNO kategorisch ab. Und daran hat sich bis heute auch nichts geändert, wiewohl das Existenzrecht Israels anerkannt wurde.
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1948 kam es zum ersten arabisch-israelischen Krieg, der nach einem klaren israelischen Sieg zu einer weiteren Vergrößerung ihres bereits von der UNO üppig zugeteilten Staatsgebietes sowie zur Vertreibung, die Nakba (auf arabisch „Katastrophe“), von 400.000 bis 700.000 Palästinensern führte, die dann von der UNO-Flüchtlingsorganisation UNWRA auf Lager in arabischen Staaten aufgeteilt wurden. Inzwischen auf 1,5 Millionen Menschen angeschwollen wird immer noch ein Rückkehrrecht nach Israel eingefordert. Diese abstruse Entwicklung der Zahl palästinensischer Flüchtlinge wird deutlich, wenn man sie mit Flüchtlingsströmen anderswo vergleicht. 1945 wurden drei Millionen Sudetendeutsche aus dem seinerzeitigen Böhmen und Mähren, heutiges Tschechien, vertrieben, wo sie seit Jahrhunderten ansässig waren. Sie wurden aber alle in die jeweilige Gesellschaft und Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschlands sowie Österreichs integriert. Legt man aber die Nakba auf die Sudetendeutschen um, dann hieße dies, dass heute immer noch zwischen neun und zwölf Millionen Sudetendeutsche in Lagern der UNO hausen müssten und dass diese dann ein Rückkehrrecht nach Tschechien einfordern, das heutzutage nicht mehr als elf Millionen Einwohner hat.
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Die laut UNO-Teilungsplan für die Palästinenser vorgesehenen Gebiete wurden dann von Ägypten – und zwar der Gaza-Streifen – sowie von Jordanien, Ostjerusalem und das Westjordanland – einverleibt.
Zu keinem Zeitpunkt wurde aber die Bevölkerung Palästinas über ihre Wünsche bezüglich einer staatlichen Unabhängigkeit befragt. Die von Yassir Arafat bereits 1956 gegründete Freiheitsbewegung, FATAH, die einen unabhängigen säkularen Palästinenserstaat forderte, fand zunächst unter der palästinensischen Bevölkerung wenig Zuspruch, die ihrerseits eher Nassers großarabischem Traum huldigten. Nasser war zu dieser Zeit ägyptischer Staatspräsident.
Die verhärteten Positionen hüben und drüben blieben aber weiterhin bestehen. Dies zeigte sich 1968 sehr klar in der Charta der PLO, Dachorganisation palästinensischer Widerstandsbewegungen deren judenfeindlichen Passagen, die eine totale Ablehnung des UNO-Teilungsplanes sowie eine klare Vertreibung aller eingewanderten Juden in Palästina zum Ausdruck brachten, bis heute immer noch nicht getilgt wurden, wiewohl vielfach versprochen,
In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist dann auf dem palästinensischen Spielfeld ein neuer gewichtiger Akteur aufgetaucht. Die von den religiösen Grundsätzen der Muslimbruderschaft geleitete Widerstandsbewegung, HAMAS (arabisch für „Begeisterung“), macht in ihrer Charta unmissverständlich klar, dass Mohammed ihr Vorbild, der Koran ihre Verfassung und der Dschihad (Heiliger Krieg) die einzigen Wege sind, um ganz(!) Palästina zu befreien. Die schrecklichen Ereignisse vom 7. Oktober 2023 haben dann auch gezeigt, dass die HAMAS ihre Aussagen blutig ernst nimmt. Keinen Spielraum werden auch Konferenzen, Vorschlägen oder Initiativen eingeräumt, die nämlich als reine Zeitverschwendung abgetan werden.
Was aber wird sein in zwanzig Jahren? Kann der Staat Israel 2048 sein Saeculum (Jahrhundertfeier) begehen? Dem christlichen Kreuzfahrerstaat gelang dies fast zwei Mal!
Hierzu möchte ich auf ein Beispiel in der Hebräischen Bibel, Altes Testament, verweisen. Der Richter Simson verlor nach einer stürmischen Liebesnacht mit Delila seine übernatürlichen Kräfte, nachdem sie ihn seiner Haarpracht beraubt hatte. Er wurde daraufhin von den Philistern gefangen genommen, geblendet und versklavt. Anlässlich einer Feier zu Ehren ihres Götzen Dagon wurde Simson in seinen Tempel geführt. Gott hatte aber inzwischen Simson verziehen, indem er seine Haare wieder nachwachsen ließ und ihn wiederum mit übernatürlichen Kräften ausstattete. Dieser, Simson, brachte daraufhin das Gebäude zum Einsturz. Simson und die Philister wurden in den Tod gerissen!
Diesen schrecklichen Ausgang für das Heilige Land befürchtet Dr. Kurt Traar
Nun folgt eine kleine Leseliste zu diesem wahrlich schwierigen Thema!

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