Warum es eigentlich keine gute Idee ist, dem Teufel sein warmherziges Lachen zu verkaufen und dafür unermesslichen Reichtum einzuhandeln.
Die Geschichte dazu ist wahrlich schnell erzählt. Sie erschien bereits 1962 in dem Buch „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ von James Krüss, einem immer noch sehr bekannten Kinderbuchautor von der Insel Helgoland.

Doch jetzt zu unserer Geschichte. Timm Thaler führt ein eher leidvolles Leben bei seiner hartherzigen Stiefmutter und seinem bösartigen Halbbruder. Trotzdem hat er ein warmherziges Lachen, das die Menschen entzückt. Es berührt nämlich zutiefst ihre Herzen.
Per Zufall gerät er an einen geheimnisvollen Menschen, den Baron Lefuet (Teufel rückwärts geschrieben), der ihm sein Lachen abkaufen will.
In einem eigenen Vertrag wird festgeschrieben, dass Timm Thaler dem Baron Lefuet sein Lachen verkauft und er im Gegenzug die Fähigkeit erlangt, jede Wette zu gewinnen, einerlei wie realistisch diese auch immer sein möge. Geht allerdings eine Wette verloren, dann erhält Timm Thaler sein Lachen zurück, verliert aber die Fähigkeit, weitere Wetten zu gewinnen.
Timm gewinnt daraufhin jede Wette, wodurch er in unermesslichem Reichtum schwelgen kann. Er ist aber dabei überhaupt nicht glücklich. Denn es ist ihm die Freude, dies alles auch genießen zu können, verloren gegangen. Wie auch seinen Reichtum mit seinen echten Freunden zu teilen.
Was ist es aber, was Lachen so einzigartig macht. Erst das Lachen macht den Menschen zum Menschen und unterscheidet ihn dadurch vom Tier. Es hilft ihm in dunklen Stunden und auch, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.
In dem Buch von James Krüss wird folgendes englisches Sprichwort zitiert und daran sollte man sich halten: „Teach me laughter, save my soul“. Letztlich kann nur das Lachen unsere Seelen retten.
Was aber bleibt den Reichen? Für alles muss gezahlt werden: Liebe, Anerkennung und jegliche Zuneigung.
Aber auch der Teufel profitiert ungemein vom Lachen. Hilft es ihm doch, dadurch Macht über die Herzen anderer Menschen zu bekommen. Nur über das Lachen erreicht man ihre Herzen, zu viel Geld hingegen stachelt die Gier nur noch mehr an wie auch die unsägliche Angst, alles wieder zu verlieren.
Natürlich kann man am Reichsein Gefallen finden. Vor allem dann, wenn man es nicht ist.
Wenn aber die kurzfristige Freude am Reichsein erlischt, dann wird das Leben langweilig, öde und schal.
Aber zurück zu unserer Geschichte: Timm wird zum reichen Erben, zum reichsten Mann der Erde, er bereist die ganze Welt und gewöhnt sich an das Leben der Reichen. Aber all dies freut ihn mit der Zeit nicht wirklich. Er will daher sein altes Lachen wieder zurück erhalten. Kurzum: sein altes Leben, zwar nicht reich, aber doch glücklich.
Timm wettet daher mit einem Freund um einen Pfennig, dass er sein altes Lachen wieder bekäme. Und er bekommt es wieder zurück, verliert aber seine Fähigkeit, jede Wette zu gewinnen.
Ein bisschen reicher wird Timm auch. Er wird Eigentümer eines Marionettentheaters und kann sich dadurch am Lachen und der Lebensfreude der Kinder erfreuen. Und davon können auch wir Erwachsene nur lernen.
Also: Heute schon gelacht? Dies fragt Dr. Kurt Traar
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